Hochwertiger Ankauf für das Sebastian-Kneipp-Museum-Museum

Der Förderkreis Sebastian-Kneipp-Museum konnte ein sehr hochwertiges Portrait vom Sebastian Kneipp käuflich erwerben und dem Museum am 4. Februar als Dauerleihgabe übergeben.

Schon wieder ein Bild von Sebastian Kneipp, werden sich viele fragen, wo es doch schon so eine große Sammlung im Museum gibt.

Ja, das stimmt schon. Aber dieses Bild hat einen besonderen Wert und eine besondere Geschichte.

Es handelt sich dabei um eine Originalzeichnung, wie Kreisheimatpfleger und Experte Christian Schedler nach seiner Untersuchung mit hoher Wahrscheinlichkeit bestätigen konnte. Der Ankauf des 58 x 78 cm großen Bildes erfolgte von Helmut Scharpf, dem Initiator des virtuellen Museums Ottobeuren, das er im Auftrag der dortigen Gemeinde auch leitet und betreut. Er sagte uns dazu, dass er das gerahmte Bild selbst vor ca. 10 Jahren von Helmut Törk gekauft habe. Helmut Törk wiederum war langjähriger Bürger von Bad Wörishofen und einige Jahre auch Inhaber des Mineralienwinkels in der Bahnhofstraße unserer Stadt.

Die Besonderheit des Bildes ist außerdem die Original Unterschrift von Sebastian Kneipp, die er am     29. April 1897, 2 Monate vor seinem Tod, unter das Bild gesetzt hat. Ergänzt hat Sebastian Kneipp seine Unterschrift mit dem lateinischen Sinnspruch „Benedicte aquae omnes Domino“ (was übersetzt heißt: Preiset den Herrn, all ihr Wasser).

Bei der Recherche zu dem Maler dieser Originalzeichnung gibt es zudem eine interessante Geschichte, die Frau Bartsch vom Museum dank der fortgeschrittenen Inventarisierung und Verschlagwortung in den Kneipp-Blättern von 1897 entdeckt hat. Da steht zu lesen: „Herr Engelbert Waibel, seit längerer Zeit Kurgast hier, legte uns kürzlich eine Kreidezeichnung, das Brustbild unseres hochwürdigen Meisters in Dreiviertel Lebensgröße, zur Ansicht vor. Die Arbeit stammt aus dem Atelier des bekannten Historien- und Porträt-Malers, Herrn Joseph Waibel aus München, eines Bruders des obgedachten augenleidenden Kurgastes, und ist auch der Reinertrag für diesen bestimmt, um ihm die Fortsetzung der Kur zu ermöglichen“.

Mit diesem geschichtsträchtigen Bild konnte das Sebastian-Kneipp-Museum im Jahr seines 40-jährigen Jubiläums um ein weiteres wertvolles Stück ergänzt werden.

Bildunterschrift: Übergabe des Bildes an das Sebastian-Kneipp-Museum. V.l.n.r. Werner Büchele, 1. Vorsitzender des Fördervereins, Kurdirektorin Cathrin Herd, Leiterin des Museums und Helmut Scharpf, Verkäufer des Bildes und Leiter des virtuellen Museums in Ottobeuren.

 

Foto: Helmut Scharpf