Blumenlust statt Alltagsfrust

Blumenlust statt Alltagsfrust vom 14. bis 25.06.2017 in Bad Wörishofen Zum 40.jährigen Bestehen unseres Vereins beteiligten wir uns in diesem Jahr
mit einem eigenen Beet an der gut besuchten Ausstellung „Blumenlust statt Alltagsfrust“ in der Fußgängerzone unserer Stadt. Bei den regelmäßigen Standdiensten konnten wir neben unserem „Museumsgarten“ viele Besucher auf das Sebastian-Kneipp-Museum und unseren Förderverein aufmerksam machen.

Bundesversammlung des Kneipp-Bundes

Auf der diesjährigen Bundesversammlung des Kneipp-Bundes e.V. in Koblenz am 13. Mai 2017 präsentierte sich unser Förderkreis. Der Vorsitzende und das neue Vereinsmitglied, Carsten Schröder aus Koblenz, gratulieren dem frisch gewählten Präsidenten Klaus Holetschek, MdL und dem ebenfalls wiedergewählten Schatzmeister, Stefan Welzel, 1.Vorsitzender des Stammkneipp-Vereins Bad Wörishofen, zu Ihrer Wahl. Dabei wurde auch gleich eine noch engere Zusammenarbeit in Sachen „Kneipp“ vereinbart.

Bildnachweis: Kneipp-Bund e.V.

Jahreshauptversammlung 2016: Ehrenvorsitz für August Filser

„Ehre wem Ehre gebührt“, das befand der Vorsitzende Werner Büchele vom Förderkreis Sebastian-Kneipp-Museum Bad Wörishofen bei der 35. Jahresversammlung im Gasthof Rößle. Er ernannte August Filser im Namen und auf einstimmigen Beschluss des Kuratoriums zum Ehrenvorsitzenden des Vereins. „Sie waren der Motor und Hauptinitiator des am 27. Juni 1986 eröffneten Sebastian-Kneipp-Museums in den Räumen des Klosters und haben auch den Förderverein am 8. November 1977 mitgegründet,“ unterstrich Büchele.

Filser hat den Verein nach dem Rücktritt des ersten Vorsitzenden Josef H. Kaiser von März 1980 bis November 1983 kommissarisch geleitet. Anschließend stand er dem Verein zwei Mal als gewählter Erster Vorsitzender vor, insgesamt kam er dabei auf 15 Jahre. Dass das Museum im Kloster Platz fand, sei Filsers guten Verbindungen zur Klosterleitung zu verdanken gewesen. Gerade die Anfangs- und Aufbauzeit bis zur Eröffnung sei eine sehr schwierige gewesen. Büchele sagte: „Ohne Sie und ihre Mitstreiter wäre es nicht gelungen, das heutige Kneipp-Museum zu eröffnen.“

Des Weiteren ging er auf die Umgestaltung beziehungsweise Erneuerung des Sebastian-Kneipp-Museums ein. Peter Schreiner aus Weilheim erhielt den Auftrag, ein Konzept zu erarbeiten. Das Leben und Wirken Kneipps im Museum „zeitgerecht darzustellen, gehört zu den Hauptzielen unseres Vereins“, so Büchele. Das schriftlich verfasste Konzept werde dem Träger, der Stadt Bad Wörishofen, mit der Bitte übergeben, es im Stadtrat wohlwollend zu beraten. Gleichzeitig werde es auf der Homepage des Förderkreises veröffentlicht.

Besondere Freude machten ihm die Geschenke von Antonie Mayer, einer Großnichte zweiten Grades von Sebastian Kneipp. Diese werden dem Museum als Leihgaben zur Verfügung gestellt. Ein besonderes Geschenk sei ein Pferdegeschirr der Kutsche, die Sebastian Kneipp angeblich genutzt habe. Genaue Herkunftsnachweise müssten allerdings noch erbracht werden.

Petra Nocker sprach in ihrem Rückblick über einige Ereignisse des Jahres. Sie erwähnte den Internationalen Museumstag mit der Führung durch das Kloster ebenso wie die Feier anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Museums. Außerdem sei die Museumsnacht mit 202 Besuchern ein Erfolg gewesen, was nicht zuletzt auf den heiteren Vortrag von Michael Scharpf über die Entstehung des Films „Der Wasserdoktor“ und dem musikalischen Beitrag vom Dorschhausener Klarinetten-Quartett zurückzuführen sei. Petra Nocker sagte, die Ausstellung „Naturheilkunde von einst bis jetzt“ in der Klinik Blankenstein im nordrhein-westfälischen Hattingen sei mit Leihgaben des Sebastian-Kneipp-Museums sehr erfolgreich.

Sie hofft, diese Ausstellung nach Bad Wörishofen holen zu können. Und was folgt 2017, dem 40. Gründungsjahr des Vereins? Werner Büchele möchte kein Fest veranstalten. Er bittet stattdessen um Spenden für das Museum. Für den 24. November 2017 ist ein Benefizkonzert mit dem Deutschen Ärzteorchester im Kursaal geplant. (Von Maria Schmid, Mindelheimer Zeitung)

Neue Website geht online

Kneippmuseum soll umgestaltet werden, zudem wurden weitere Neuerungen vorgestellt

Der „Förderkreis Sebastian-Kneipp-Museum Bad Wörishofen“ (FSKM) besteht im kommenden Jahr bereits 40 Jahre. Er wurde am 8. November 1977 gegründet. Das war ein willkommener Anlass, eine offizielle eigene Website (www.foerderkreis-kneippmuseum.de) einzurichten. Diese entwickelte der Schatzmeister des Förderkreises, Simon Ledermann. Er freute sich nun zusammen mit dem Förderkreisvorsitzenden Werner Büchele diese vorzustellen. Außerdem gibt es einen neuen Flyer, der dem Leser einiges über den Förderkreis und seine Arbeit vermittelt.

Ein großer Wunsch des Kuratoriums ist es, dass mehr Bad Wörishofer Bürger durch eine Mitgliedschaft den Förderkreis unterstützen. Zurzeit sind 180 Mitglieder verzeichnet. Der Mitgliedsbeitrag im Jahr beträgt acht Euro.

Die Ziele des Förderkreises sind:

  • die nachhaltige Förderung des Sebastian-Kneipp-Museums, insbesondere die Unterstützung bei einer modernen und aktuellen Museumsgestaltung insgesamt.
  • die umfassende Darstellung des Lebens und Wirkens von Monsignore Sebastian Kneipp.
  • die Unterstützung der wissenschaftlichen Weiterentwicklung des kneippschen Naturheilverfahren.
  • die Darstellung der zentralen Stellung von Bad Wörishofen in der Verbreitung der Lehre Sebastian Kneipps.
  • die Kneipplehre einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.
  • Einrichtungen und Forschungen, die der Darstellung der Geschichte des Kneipp-Heilbades dienen, zu fördern.

„Wir als Verein haben unter meinem Vorgänger August Filser einen in Museumssachen erfahrenen Projektanten Peter Schreiner aus Weilheim für die Umgestaltung des Museums beauftragt und ein erstes Konzept erstellen lassen. Das Konzept soll im Herbst dieses Jahres im Stadtrat vorgestellt werden“, so Büchele. Die simple Forderung „wir brauchen die Erneuerung des Museums“ reiche nicht aus.

Der Verein sehe sich gefordert, die Stadt Bad Wörishofen als Träger, die Museumsleitung und den Kur- und Tourismusbetrieb nachhaltig zu unterstützen. Mit dem Konzept biete der Förderverein allen eine Entscheidungshilfe.

Zum 40-jährigen Bestehen 2017 möchte der Verein mit verschiedenen Aktionen die Stimme des Vereins stärken. Denn: „Der Förderverein Sebastian-Kneipp-Museum ist heute wichtiger denn je: Es geht um das Erbe Sebastian Kneipp. Und dieses Erbe wollen wir im Kneippmuseum modern, zeitgemäß und wieder ansprechend gestalten“, so Büchele. (Maria Schmid, …zum Artikel)

Weichen für das Kneipp-Museum neu gestellt

Einer Neugestaltung steht nichts mehr im Wege. Angehen wird sie der neue Vorsitzende Werner Büchele, der August Filser im Amt folgt. Auch Mindelheims Kulturamtsleiter Christian Schedler ist mit von der Partie. Von Franz Issing (Mindelheimer Zeitung, 16.11.2015)

Die Weichen sind gestellt, die Pläne liegen auf dem Tisch. Einer Neugestaltung des Sebastian-Kneipp-Museums steht nichts mehr im Wege. Schon im Mai 2016 will der Förderkreis – er zählt aktuell 200 Mitglieder – ein Konzept mit den neuen Standards präsentieren und dafür rund 18000 Euro investieren. Wie bei der Jahresversammlung im Gasthaus Rössle bekannt wurde, favorisiert der Förderkreis eine zeitgemäße Präsentation Kneipp‘schen Lebens und Wirkens in Bad Wörishofen.

Als Berater für das Vorhaben hat sich das Kuratorium den in Weilheim lebenden Museumsgestalter Peter Schreiner ins Boot geholt und mit einer modernen Entwurfsgestaltung für die rund 200 Exponate umfassende Sammlung beauftragt. Der Mindelheimer Kulturamtsleiter Christian Schedler hat dem Förderkreis den ausgewiesenen und weltweit operierenden Experten empfohlen. „Weil der ungewöhnliche Ideen hat und die auch verständlich umsetzen kann“. Wer sich für die Handschrift des Künstlers interessiert, hat bei einem Besuch des „Südseemuseums“ in Obergünzburg dazu Gelegenheit.

Der Förderkreis des Sebastian- Kneipp-Museums ist sich im Klaren darüber, dass er bei der Umgestaltung der vorhandenen Schauräume nicht am Bildungsauftrag nicht vorbei kann und den klassischen Museumsaufgaben, wie Sammeln, Bewahren, Forschen und Vermitteln, einen neuen Stellenwert einräumen muss. Solchem Trend will man sich nicht verschließen, aber bei der Neugestaltung das Andenken an den im Museum allgegenwärtigen Wasserdoktor wach halten.

Auf zeitgemäße Weise soll in Blöcken auch Wörishofen als Wiege der Kneippkur in den Blickpunkt gerückt und das Geschichtsbewusstsein von Bürgern und Gästen angeregt werden. „Wichtig ist uns zudem, Kneipp‘s Gesundheitsfahrplan mit seinen fünf Wirkprinzipien als Markenzeichen für eine moderne und natürliche Gesundheitsvorsorge zu verkaufen“, machte August Filser deutlich. Der ehemalige Banker war maßgeblich an Gründung und Aufbau des Museums beteiligt und leitete mit viel Herzblut die Geschicke des Fördervereins von 1978 bis 1996 und von 2007 bis 2015.

Neuanfang nicht nur beim Sebastian-Kneipp-Museum. Einen Wechsel gab es auch im Führungsteam des Fördervereins. Vorsitzender August Filser kandidierte aus Altersgründen nicht mehr für dieses Amt. Zu seinem Nachfolger wurde Werner Büchele gewählt. Der frühere Vizekurdirektor war lange Jahre im Auftrag der Stadt für das Museum zuständig und gab als ausgewiesener Kenner wie auch Verfechter der Kneipp‘schen Lehre wertvolle Impulse. Er wolle die „großartige Arbeit“ des bisherigen Vorstandes in engem Schulterschluss mit Petra Nocker, der stellvertretenden Kurdirektorin, fortsetzen“, versicherte der neue „Frontmann“ nach seiner Wahl. Werner Büchele arbeitet in den nächsten vier Jahren mit Stellvertreter Hans-Horst Fröhlich, mit Kassenwart Simon Ledermann und Schriftführer Franz Holzleitner. Als Beiräte fungieren: Bernhard Ledermann jun., Christian Schedler und Dieter Wohlschlegel. Bürgermeister Paul Gruschka, der wie sein Stellvertreter Stefan Welzel bei der Jahresversammlung herzlich begrüßt wurde, ist „geborenes Mitglied“ des Förderkreises.

Zügig abgewickelt wurden vor den Neuwahlen die Regularien. Vorher ließ der Noch-Vorsitzende August Filser in Wort und Bild die Aktivitäten des Förderkreises Revue passieren.

Dem Kassenwart Simon Ledermann wurde einwandfreie Führung der Bücher bestätigt und der Vorstandschaft einstimmig Entlastung erteilt.

Zwischen den einzelnen Programmpunkten sorgte die Wörishofer Stubenmusik für Unterhaltung. Auf großes Interesse stieß nach dem offiziellen Teil der Vortrag von Kulturamtsleiter Christian Schedler, der das neue Mindelheimer Krippenmuseum als Beispiel für moderne Gestaltungskunst vorführte.

Kneippen ist jetzt Kulturerbe

Deutsche Kommission nimmt Kneipps Lehre in die Liste des immateriellen Erbes auf. Das nächste Ziel heißt weltweites Erbe

Kneippen ist nun immaterielles Kulturerbe. Der gemeinsame Antrag von Kneipp-Bund, Stadt Bad Wörishofen und dem Verband Deutscher Kneippheilbäder und Kneippkurorte war erfolgreich. Die Entscheidung fiel am Freitag. Die Deutsche Unesco-Kommission hat die Antragssteller darüber informiert, dass das „Kneippen als traditionelles Wissen und Praxis nach der Lehre Sebastian Kneipps“ in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde.

„Wir sind stolz und glücklich“, freut sich die Präsidentin des Kneipp-Bundes, Marion Caspers-Merk. „Es ist für unsere bundesweite Kneipp-Bewegung eine Bestätigung und Wertschätzung gleichermaßen und kann helfen, dass sich noch mehr Menschen für eine aktive und eigenverantwortliche Gesundheitsförderung begeistern werden.“ Die Entscheidung zeige einmal mehr, dass „Kneipp aktuell und modern ist“.

Bürgermeister Paul Gruschka zeigte sich erfreut über diese Auszeichnung. Er sieht darin einen weiteren Baustein „pro Kneipp“ neben dem derzeit laufenden Masterplan-Verfahren in Bad Wörishofen. Der Kur- und Tourismusbetrieb Bad Wörishofen sieht diese Auszeichnung für Sebastian Kneipp als ganz besonderen Auftrag, das von ihm übertragene Erbe hoch zu halten und seine so einzigartige Therapie weiter in die Welt zu tragen. „Es erfüllt uns mit Stolz“, sagt Kurdirektor Horst Graf.

„Was lange währt, wird endlich gut! Die gemeinsame Anstrengung hat sich gelohnt“, jubelt auch Achim Bädorf, der geschäftsführende Vorsitzende des Verbandes Deutscher Kneippheilbäder und Kneippkurorte. Das werde der Kneippkur starken Rückenwind geben. „Das ist wirklich ein Festtag“, sagt Bädorf.

Auch Bad Wörishofens Altbürgermeister Klaus Holetschek, der Vorsitzende des Bayerischen Heilbäderverbandes, freut sich über die Entscheidung. Er würdigt auch die Leistungen der Eheleute Knoll aus der Steiermark und von Egon Happach-Gubi aus Bad Wörishofen, die von Beginn an für diese Idee gearbeitet hätten.

Bereits 2013 hatten die drei Bewerbergruppen jeweils eigenständige Anträge gestellt. Nach intensiver Rücksprache ging man damals noch davon aus, mit möglichst vielen, separaten Anträgen bessere Chancen auf eine Eintragung im bundesweiten Verzeichnis zu haben. Nach einer ersten Bewertung durch die Deutsche Unesco-Kommission wurden die drei Anträge zurückgestellt. „Man hatte uns die Chance gegeben, die drei Anträge zusammenzufassen und uns gemeinsam zu bewerben. Das hat sich jetzt gelohnt“, erklärt Bad Wörishofens Zweiter Bürgermeister Stefan Welzel. Als zuständiger Koordinator auf Seiten der Stadt erwartet Welzel jetzt einen Schub für die Kneipp-Idee, den es von allen Beteiligten zu nutzen gilt.

Der 18-seitige Antrag enthält neben einer Kurzbeschreibung des Kneippschen Naturheilverfahrens auch eine Darstellung der fünf Kneippschen Elemente. Dem Antrag folgt eine Beschreibung der heutigen Praxis der Kneipp-Therapie. Sie stellt heraus, in welch vielfältiger Weise die Antragsteller das Naturheilverfahren nach Kneipp fördern, weiterentwickeln und verbreiten. Um das umfassende Netzwerk perfekt zu machen, sind neben Kneipp Worldwide unter anderem auch der Kneipp-Ärztebund, der Verband Kneippscher Therapeuten, der Stamm-Kneipp-Verein und der Förderkreis Sebastian-Kneipp-Museum mit einbezogen.

Die ersten Einträge in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes sind im Dezember 2014 bekanntgegeben worden. Das Verzeichnis soll von Jahr zu Jahr wachsen und langfristig die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in und aus Deutschland sichtbar machen. Aus dieser Liste kann Deutschland nun Vorschläge für das immaterielle Kulturerbe der Menschheit machen. Die Antragsteller hoffen nun, dass Kneipp auch hier zum Zug kommt.